Chronik |
||
| um 1200 | erste Erwähnung Klein-Quenstedts | |
| seit ca. 700 | Jahren als Mühlenstandort bekannt | |
| um 1750 | hat diese Mühle das Erbzinsrecht erhalten: die umliegenden Gemeinden hatten jährlich 2 starke Buchen zu liefern und bei der Grabenpflege zu helfen |
|
| 1844 | Kauf der Mühle durch unsere Familie | |
| 1874 | Einbau der Dampflokomobile (10 PS, Wolf Magdeburg Buckau) | |
| 1888 | letzte große Modernisierung der Mühle: liegendes Zeug, Walzstühle, Sichter, Fahrstuhl, dazu Aufstockung um eine Etage |
|
| 1913 | Sauggasmotor (18 PS), doch mit vielen technischen Problemen | |
| Während des ersten Weltkrieges große wirtschaftliche Schwierigkeiten | ||
| 1915 | Einbau eines Roggenmahlganges | |
| 1920 | Einbau des Elektromotors (20 PS, AEG) | |
| 1925 | Rohölmotor (18 PS), da der Strom zu teuer wurde (pro Woche der Wert eines fetten Schweines nur für den Mühlenantrieb) |
|
| 30er Jahre | Mehlverkauf auch in 2,5 kg-Tüten direkt an Kleinhändler und Verbraucher, dazu wurde 1932 ein Chevrolet gekauft und als Lieferwagen umgebaut |
|
| 1947/48 | Neubau des Speichers | |
| 1959 | wurde die Mühle aus wirtschaftlichen und familiären Gründen der hiesigen LPG
zur Bewirtschaftung eingegliedert, der Betrieb erfolgte ausschließlich elektrisch, der Teich wurde mit Erde aufgefüllt |
|
| bis 1975 | Nutzung der Mühle durch die LPG, vor allem zum Schroten, dann wurde der Mühlenbetrieb endgültig eingestellt |
|
| Die LPG hinterließ die Mühle in desolatem Zustand: es waren kaum Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt worden, Maschinen fehlten, Holzbauten waren verheizt worden |
||
| 1985 | Beginn der Rekonstruktionsarbeiten: Ausbessern der baulichen Substanz, Reparatur und Wiederbeschaffung von Maschinen,Wiederherstellung von Teich und Grabenanlage mit Wehren, Neubau eines Wasserrades u.v.m. Die Sanierung war der privaten Initiative von Dr. Walter Heucke (Sohn des letzten Mühlenbesitzers) zu verdanken. |
|
| 1988 | Eröffnung der Schauanlage | |
| 1989 | Nach der "Wende" Weiterführung als technisches Denkmal. Zusammenschluß von Mühleninteressenten im "Arbeitskreis Mühlen Sachsen-Anhalt" unter dem Dach der DGM (Deutsche Gesellschaft für Mühlenerhaltung und Mühlenkunde) |
|
| 1995 | Nach dem Tod von Dr. Walter Heucke übernahm sein Sohn Dr. Ulrich Heucke die Mühle. |
|
| 2000 | Im April 2000 Gründung "Verein Wassermühle Klein Quenstedt e.V." | |